In London

An diesem Wochenende ging es mal wieder nach London. Doch nicht allein – dieses Mal hatte ich Unterstützung aus Deutschland. Oli war eingeflogen und wir hatten uns im „Piccadilly Backpackers“ Hostel eingemietet. Dort hatten wir ein „schönes“ 4-Mann-(bzw. -Frau)-Zimmer mit einem grandiosen Blick in den lauten Innenhof. Sieht man über die etwas ekligen Duschen, aus denen das Wasser nur tröpfelte, hinweg, hatten wir es ziemlich gut getroffen. Wahrscheinlich unschlagbarer Vorteil dieses Hostels ist, dass es direkt am Piccadilly Circus ist – wenn man es einmal gefunden hat: der Eingang ist nicht sooo auffällig.

Dort hatten wir uns dann auch am Freitag getroffen, um erst mal gemeinsam das Hostel zu beziehen. Man weiß ja nie, gegen wen man sein Bett verteidigen muss. Also flink eingecheckt, Bett bezogen und Sachen abgeworfen, bevor es wieder losging.

Nach ein paar Eindrücken am Piccadilly Circus, bei denen wir uns einen Plan für den restlichen Tag geschmiedet haben, ging es dann erst mal zu Harrods. Auf dem Weg dahin haben wir gleich mal ein paar Gutscheine für das nächstgelegene McDonalds eingesackt, sodass wir die Qualität mit deutschem McDonalds vergleichen konnten. (BigMac zieht ja aber immer). Dann ging es aber wirklich zu Harrods. Hier haben wir ein paar Etagen unsicher gemacht. Durch den Hyde Park und Hyde Park Corner mit vielen Denkmälern ging es danach zum Buckingham Palace, wo wir dann mal unsere Füße wieder ausgeruht haben.

Vorbei am Green Park ging es danach zum Trafalger Square, den wir an diesem Wochenende noch öfter sehen sollten. Hier haben wir dann vor Lord Nelson – auf der hohen Säule – und dem Big Ben im Hintergrund ein paar Bilder gemacht.

Die Reise ging dann weiter zur Themse, wo das London Eye umringt von diversen lustigen Gestalten auf uns gewartet haben. Eine Fahrt im London Eye haben wir dann aber doch nicht gemacht. Stattdessen sind wir weitergegangen zu Big Ben und haben auch einen ersten Blick auf Westminster Abbey geworfen. Leider (erst mal) nur von außen, weil wir inzwischen ziemlich spät dran waren. Im Angesicht der untergehenden Sonne sind wir dann noch weiter ins östliche London gefahren, um uns den Tower und die Tower Bridge anzusehen. Das war schon seeeeehr schick, bei Sonnenuntergang in der Gegend unterwegs zu sein. 🙂

Langsam machte sich dann aber auch wieder ein kleines Hungergefühl breit, was uns dazu veranlasste, wieder den Weg Richtung Piccadilly Circus einzuschlagen. Auf dem Weg dorthin haben wir dann auch noch was gefunden. Zum Abschluss des Tages sind wir dann noch in der Gegend um Leicester Square durch die Menschen spaziert… scheinbar ist das Motto hier „Sehen und Gesehen werden“ – da haben wir noch mitgemacht, bevor es zurück ins Hostel ging. Hier haben wir dann auch mal unsere Zimmergenossen kennengelernt: zwei Italinerinnen, die aber auch alles andere als munter waren und daher neigte sich dieser Tag dann bald dem Ende und alle versuchten mit dem Geräusch der Lüftungsanlage vom Hostel einzuschlafen….

Sagte ich schon, dass es eine laute Lüftungsanlage war? 😉 Zusammen mit den ersten Sonnenstrahlen waren wir vorbildlichst um 7 wieder wach, um in einen neuen Tag zu starten. Der fing auch gleich mit einem Frühstück im Hostel an… *hmmmmmmm* 😉 Eigentlich etwas eklig, aber auch ganz gut…

Da wir danach immer noch ziemlich früh dran waren, war sogar in London wenig los und so waren wir dann zwei von ganz wenigen Leuten, die in King’s Cross am Gleis 9 3/4 waren. Neben an in St. Pancreas konnten wir auch noch einen Blick auf den Eurostar erhaschen. Von hier aus ging es dann wieder zur Westminster Abbey, deren Öffnungszeiten wir ja seit gestern abend kannten. 😉 Also flink angestellt und den Kassierer mit deutschen Studentenausweisen verwirrt, bevor wir in dieses echt (!) beeindruckende Gebäude konnten. Leider war Fotografieren darin verboten… deshalb gibt es nur ein paar Bilder, die ich im Innenhof schießen konnte. 😉 Aber ich denke, man sollte sich die Abbey wirklich mal angesehen haben – nicht nur weil man sich dort auch bei Newton für den Spaß in Physik bedanken kann. 😉

Nachdem wir zwei … oder waren es vielleicht sogar drei … Stunden in der Westminster Abbey verbracht hatten, war uns dann doch wieder mehr nach den Lastern des modernen Lebens uns so sind wir aufgebrochen um Oxford und Regent Street zu erkunden – mit Erfolg, aber ohne Fotos. 😉 Unterwegs noch ein paar Cracker geholt und dann ging es nochmal zum Buckingham Palace, wo wir im Sonnenschein Cracker gegessen und die Zeit vertrödelt haben. Nicht weit entfernt war dann auch das Hard Rock Cafe, wo wir auch tatsächlich einen Tisch bekommen haben… nur eine Stunde warten. 🙂 An diesem Abend gab es also Fleisch und Rockmusik. Gut gesättigt haben wir uns dann noch vom Kellner erklären lassen, wie das denn nun mit dem Londoner Nachtleben so ist… „We’re just tourists…“ … Demnach ist es also keine richtig gute Idee, planlos und spät loszugehen – nur spät ginge vielleicht noch, weil man u.U. an den Schlangen vorbeigelotst wird, aber planlos ist ganz schlecht. 😉 Wir sind nach unserem Aufbruch mehr oder weniger dem Plan des Kellners gefolgt und sind noch durch Soho, Chinatown und Westend gelaufen, bevor wir den Abend im Sitzen am Piccadilly Circus beendet haben. Zurück im Hostel haben wir dann auch unsere neuen Mitbewohner angetroffen – allerdings immer schlafend… jetzt war es ja schon relativ spät und am nächsten Morgen sind wir wieder früh aufgebrochen.

Zu einer ähnlichen Zeit, wie am Samstag haben wir wieder das Hostel verlassen. Nach dem „Check Out“ ging es dieses Mal aber auf die Suche nach einem etwas anderen Frühstück. Letztendlich sind wir am Trafalger Square hängen geblieben und der Tag startete mit Kaffee, Sandwiches und einem Choco Croissant. Da wir reichlich geschlaucht waren, haben wir den Tag ruhig angegangen und nur Dinge in Laufnähe besichtigt. Da sich auch noch mal die Sonne zeigte, zog es uns mal wieder zur Themse, wo wir uns dann für eine Weile niedergelassen haben. Gegen 13.30 war dann aber wieder Abschied angesagt und unser Wochenende in London war zu Ende…

Für alle, die auch nicht genug von London bekommen können, hier dann noch ein paar mehr Bilder:

0 Gedanken zu „In London

  • 26. Juli 2010 um 9:21
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    man man man, da habt ihr ja an einem Wochenende das Pensum für einen 2-Wochen-Urlaub geschaft 🙂 Und das mit dem Bagpacker-Hostel klang doch auch nicht sooooo falsch. Wir hatten hier ähnliche Erfahrungen, aber anstelle von zwei Italienerinnen war es nur ein kranker verdrehter Kanadier 🙁 Glückspilz! 😀

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  • 27. Juli 2010 um 10:48
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    mensch mensch, echt viel geschafft in drei tagen!! ABER: meinem Camden Town Tip nicht gefolgt-> schäm dich! 😀 Aber das holst du dann mit Elvira nach, hoffe ich.. Ist auch ein besonderes Mädchenhighlight- also diesmal unbedingt machen!! 😉

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  • Pingback: Die letzten Wochen(enden) « Patrick's Blog

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