Kellerabdichtung – aller guten Dinge sind drei …

… oder „Wie oft muss man besprechen was zu tun ist?“

Neben der Abdichtung durch die Konstruktion als weiße Wanne soll unser Keller zusätzlich eine äußere Abdichtung erhalten. Standardmäßig werden dazu durch unsere Baufirma selbstklebende Kautschukbahnen aufgebracht.
Nachdem die Kellerwände beim Aufstellen beschädigt wurden, hatten wir vor der Betonage der Kellerwände und -Decke einen Vor-Ort-Termin mit unserer Baufirma und diversen Sachverständigen. Das Ziel war, eine Einigung zu erreichen, wie die vorhandenen Schäden ausgebessert werden. Uns wurde in diesem Gespräch angeboten, dass die Kellerwände von außen vollflächig mit einer Bitumendickbeschichtung abgedichtet werden. Leider wurde dieses Angebot nach einigen Tagen zurückgezogen, bzw. wurde uns für die Ausführung ein Mehrpreis im hohen einstelligen Tausend-Euro-Bereich angeboten. Da diese Maßnahme eine Ausbesserung der erzeugten Schäden an Wänden sein sollte, haben wir dieses „Angebot“ direkt abgelehnt und einen weiteren Vorschlag eingefordert.

Circa eine Woche später fand der zweite Termin an der Baustelle statt – dieses Mal im Beisein der ausführenden Firma, die die Abdichtung und Wärmedämmung des Kellers vornehmen sollte. Da die standardmäßig verwendeten Kautschukbahnen nicht für unseren Lastfall gemäß dem Bodengutachten (zeitweise stauendes Sickerwasser) geeignet sind, können die Kautschukbahnen schon gar nicht zum Abdichten der äußeren Risse der Elementwände verwendet werden. Nach erneutem Hin- und Her konnten wir uns darauf einigen, dass die Fugen und Risse in den Außenschalen der Wände mit EPDM-Folie überklebt werden. Nach ein paar weiteren Tagen wurde das auch ausgeführt und es musste nur wenig korrigiert werden:

Ein weiterer Streitpunkt zwischen uns und der Baufirma war die Ausführung einer Hohl- oder Flaschenkehle am Übergang von Kellerwänden zur Bodenplatte, da die Baufirma die Kautschukbahnen zusätzlich außen als Dampfdiffusionssperre aufbringen wollte und dafür eine Hohlkehle benötigt wurde. Diese wurde auf unser Drängen doch ausgeführt, um die Kautschukbahnen korrekt anzubringen. Das Ergebnis hat unser Bausachverständiger überprüft und einige Stellen gefunden, an denen die Verklebung ausgebessert werden musste.

Schlussendlich konnte die Perimeterdämmung auf die Außenseiten des Kellers geklebt werden. Leider mussten wir feststellen, dass die Dämmung nicht ausreichend um die Bodenplatte herumgezogen wurde. Dadurch gab es kurzfristig ein drittes Treffen auf der Baustelle. Die geplante Verfüllung der Baugrube musste deshalb um einen Tag verschoben werden und die Dämmung wurde noch ergänzt.

Am nächsten Tag konnte endlich begonnen werden die Baugrube zu verfüllen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.