Route für drei Wochen in Japan

In diesem Artikel möchte ich euch die Route vorstellen, die wir in drei Wochen bereist haben.

Der folgende Text ist eine Zusammenfassung zur Route und was wir an den einzelnen Orten unternommen haben. Vielleicht schreibe ich auch mal Posts zu einzelnen Orten. Die Reise habe ich hauptsächlich in einer Google Tabelle geplant, in der ich Orte, Sehenswürdigkeiten und Links gesammelt habe. Jetzt aber zur Reise:

Tag 1-2: Tokio

Angereist über den Flughafen Narita haben wir uns in Shinjuku einquartiert. Da wir am ersten Tag doch ziemlich platt waren, haben wir uns nur noch den kostenlosen Ausblick vom Metropolitan Government Building gegeben und waren am Abend etwas essen.

Am nächsten Tag haben wir uns dann den Senso-ji Tempel im Stadtteil Asaskusa und den Kaiserpalast (zumindest die Gärten) angesehen. Für Abstecher nach Akihabara und Shibuya war dann auch noch Zeit.

Tag 3-4: Matsumoto

Am nächsten Morgen ging es mit dem Zug vom Bahnhof Shinjuku ohne Umsteigen nach Matsumoto. Hier haben wir unser Gepäck im Hotel abgeladen und sind direkt zur „Krähenburg“ (Karasu-jo) gegangen. Wirklich sehenswert und durch die kostenlose Führung, in die wir zufällig geraten sind, noch besser.

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Kappabashi

Am Tag darauf ging es dann früh los nach Kamikochi. Wir sind von Matsumoto mit dem Zug zur Shin-Shimashima Station gefahren und von dort weiter mit dem Alpico Bus bis zum Taisho Pond (Taishoike bus stop). Das Kombi-Ticket gibt es an den Fahrkartenautomaten im Bahnhof (4550¥ p.P. round-trip). Vom Taisho Pond aus sind wir zu Fuß zur Tashiro, Kappa und Myojin Brücke gegangen. Eine gute Übersichtskarte gibt es bei Japan-Guide. Zurück gefahren sind wir gegen 16:00 vom Kamikochi Bus Terminal, sodass wir gegen 18:00 zurück in Matsumoto waren.

Tag 5-6: Takayama

Am Tag darauf ging es wiederum früh weiter nach Takayama. Um Zeit zu sparen, sind wir wieder mit dem Alpico Bus gefahren (3190¥ p.P. one-way; theoretisch auch mit dem Zug machbar, dauert aber deutlich länger). Das Bus-Ticket kann man nur direkt an dem Tag kaufen. Gewohnt pünktlich ging es los, sodass wir ebenso pünktlich kurz nach 10:00 in Takayama ankamen und den ganzen Tag hatten, um die Altstadt und Umgebung zu erkunden.20180926-154620-56

Da wir bereits einiges Geld für Busfahrten ausgegeben hatten, haben wir uns den geplanten Ausflug nach Shirakawa-go gespart und sind stattdessen am zweiten Tag in das Freilichtmuseum Hida-no-sato gegangen, nachdem wir am Morgen den kleinen Markt ausgecheckt hatten.

Tag 7-8: Kanazawa

Am Tag darauf ging es mit dem Zug bzw. wegen eines Erdrutsches mit dem Ersatzverkehr weiter nach Kanazawa. Hier haben wir noch am gleichen Tag den Kenrokuen Landschaftsgarten erkundet und waren im Highashi Chaya District.

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Higashi Chaya District

Der Tag darauf war leider von schlechtem Wetter geprägt, sodass wir nur die Samurai Häuser der Familien Takada und Nomura besichtigt haben.

Tag 9-13: Kyoto

Erneut war frühes Aufstehen angesagt, um in Kyoto anzukommen, bevor der nahende Taifun alles lahmlegt. Dadurch war der erste Tag auch ziemlich hinüber, obwohl Kyoto so viel zu bieten hat! Tags darauf war wieder alles gut und wir konnten in den folgenden Tagen das östliche Kyoto, Arashiyama und viele andere Orte erkunden. Auch ein Tagesausflug nach Nara war noch drin.

Tag 14-16: Himeji und Hiroshima

Tag 14 war geprägt durch Zug fahren, die Burg in Himeji und den Atombombendom in Hiroshima. Von Kyoto aus fährt man nur eine Stunde Zug nach Himeji. Dort gibt es ausreichend Schließfächer für Gepäck, sodass wir unser Reisegepäck dort gelassen haben (700¥ für ein großes Schließfach). Die „Burg des weißen Reihers“ (Shirasagijo) ist dann nur noch 20 Minuten zu Fuß vom Bahnhof entfern und schon von weitem sichtbar.

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„Burg des weißen Reihers“ in Himeji

Wir haben hier circa vier Stunden verbracht, da die Burg wirklich groß ist. Drinnen ist Trinken und Essen leider verboten, also stärkt euch besser vorher. Mit dem Shinkansen Sakura sind wir später am Nachmittag weiter nach Hiroshima gefahren und haben am Abend noch den Peace Park mit dem Atombombendom und die Umgebung erkundet.

Erneut hat ein Taifun unseren Reiseplan durcheinander gebracht, sodass wir einen Ausflug nach Miyajima am nächsten Tag abbrechen mussten und stattdessen das Peace Museum besichtigt haben. Durch ein bisschen Umplanung konnten wir am letzten Tag in der Gegend doch noch nach Miyajima fahren. Hier sind wir auf den Berg Misen gewandert, bevor es mit dem Zug am späten Nachmittag von Hiroshima weiter ging nach Takamatsu.

Tag 17-19: Takamatsu

Takamatsu war für uns vor allem Basis für zwei Tagesausflüge: wir wollten unbedingt den Shimanami-kaido mit Fahrrädern befahren. Wer gerne Fahrrad fährt, sollte das unbedingt machen! Allgemeine Infos gibt es hier und hier. Wir sind früh morgens von Takamatsu nach Imabari gefahren, haben dort die Fahrräder ausgeliehen und sind am Abend von Onomichi zurück nach Takamatsu gefahren. Zwischendurch gibt es ausreichend Supermärkte und sogar einen kleinen Markt, auf dem wir die leckersten und billigsten Mandarinen überhaupt gekauft haben.

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Die Maskottchen der Region

Am Tag darauf sind wir ins Iya-Tal gefahren. Erneut ging es mit dem Zug von Takamatsu nach Oboke. Von hier sind wir kurz vor 10:00 mit dem Bus in Richtung Kubo zur Kazurabashi Brücke gefahren und dort rüber gelaufen. Wir hatten außerdem von einem alten Wanderweg entlang einer Bergstraße (Route 32) gelesen. Leider heißt entlang, dass man auf der Straße läuft. Das schmälert die Freude an der teilweise tollen Landschaft leider beträchtlich. Insgesamt ist das Iya-Tal zum Wandern aus meiner Sicht keine gute Adresse. Alles hier ist darauf ausgelegt, dass man eine geführte Tour macht und per Touristen-Bus zu den einzelnen Spots fährt, oder gleich einen eigenen Mietwagen hat.

Unseren letzten Tag haben wir im wieder regnerischen Takamatsu verbracht und waren unter anderem auf der Halbinsel Yashima. Am Abend sind wir in den Nachtzug (Sunrise Seto) in Richtung Hakone gestiegen.

Tag 20-21: Hakone

Mit Umstiegen in Atami und Odawara und der ersten Fahrt mit der Hakone Tozan Railway kamen wir sehr früh in Hakone-Yumoto an und haben unser Gepäck im Hostel abgeladen. Wir haben uns dann doch für einen Hakone-2-Day-Pass entschieden, um sorgenfrei die verschiedenen Verkehrsmittel zu nutzen. Wir sind damit am ersten Tag bis zu den Schwefelquellen von Owakudani gefahren und waren im Gora Park. Am zweiten Tag waren wir dann noch am Ashi-See, am Chisuji-Wasserfall und sind dort durch den Wald gewandert, ohne andere Touristen zu sehen. Am Abend wurde noch im Tenzan Onsen relaxt.

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Chisuji Wasserfall

Tag 22-23: Tokio und Nikko

Für die Rückreise sind wir wieder nach Tokio gefahren und haben uns nochmal für zwei Nächte in Ueno einquartiert. Für den letzten Tag in Tokio hatten wir uns noch den Meiji-Schrein, die Takeshita Dori und etwas Shopping aufgespart.

Am letzten Urlaubstag haben wir nochmal einen Ausflug nach Nikko gemacht. Von Ueno kann man bequem nach Utsonomiya fahren und dort mit den anderen Touristen in den local train steigen. Wir haben uns hier auf den Toshogu-Schrein beschränkt, der leider sehr voll und ein teurer Eintritt war, aber auch tatsächlich sehr groß war und viel zu sehen hergab.

Tag 24: Rückreise

Unsere Rückreise haben wir wieder vom Bahnhof Ueno zum Flughafen Narita angetreten. Mit der Keisei Main Line hat man hier eine günstige Alternative (ca. 1000¥). Die Bahn fährt zwar fast 1,5 Stunden, aber kostet dafür auch nur die Hälfte des Skyliners, und sitzen kann man auch, da der Zug erst in Ueno startet und man so am Anfangsbahnhof einsteigt.

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